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Spezielle Nahrungsbedürfnisse des Welpen

Spezielle Nahrungsbedürfnisse des Welpen

Beitragvon Shiva » Mo 14. Jul 2008, 20:59

Allgemein muss bei der Ernährung eines Welpen Folgendes bedacht werden:

- die Vielfalt der Rassen und Wachstumskurven,

- seine Fähigkeit, die Nahrung richtig zu verdauen. Auch Futtersorten, die ansonsten strengsten Anforderungen gerecht werden, sind manchmal ungeeignet, da sie zwar ausgewogen aber nicht ausreichend verdaulich sind und so zu Verdauungsstörungen führen.

Dabei darf nicht vergessen werden, dass ein Welpe unabhängig von Rasse oder Typ einen deutlich höheren Energiebedarf pro Kilogramm Körpergewicht hat als ein erwachsenes Tier. Er braucht zum einen Energie zur Erhaltung, gleichzeitig aber auch zum Aufbau neuer Körpergewebe, durch die er größer und schwerer wird. Sein Bedarf an Proteinen, Mineralien und Vitaminen ist ebenfalls deutlich höher als beim erwachsenen Tier; daher bietet man dem Welpen Futter mit einem hohen Proteingehalt an (über 30% der Futtertrockenmasse für kleine Rassen, 37 bis 38% für große Rassen), wobei auf eine hohe Qualität dieser Proteine geachtet werden muss. Ein junger Hund reagiert in der Tat deutlich empfindlicher als ein erwachsenes Tier auf Proteinmangel, der bei ihm zu Wachstumsverzögerungen, irreversiblen Veränderungen der Gestalt, Anämie, Rückgang der Bluteiweißwerte und zu einer ungenügenden Antikörperbildung führen kann, was ihn wiederum anfälliger für Krankheiten macht. Er muss genügend Kalzium und Phosphor bekommen, um eine schwere Knochenkrankheit zu vermeiden (die Osteofibrose, eine Nichtverknöcherung des Skeletts); diese Krankheit tritt typischerweise bei Welpen auf, die ausschließlich mit Fleisch oder selbst zubereitetem Futter ohne Mineralstoffzusätze ernährt werden.

Das Futter muss je nach seinem Energiegehalt und der zu erwartenden Größe des Welpen mindestens zwischen 1,3 und 1,6% Kalzium und 1 und 1,3% Phosphor, bezogen auf die Trockenmasse, enthalten.

Die Zusammensetzung von Welpenfutter weist also für alle Welpen bestimmte gemeinsame Merkmale auf: hohe Energiedichte, starke Konzentration aller essentiellen Nährstoffe und begrenzter Stärkegehalt. Je nach Größe der Rasse müssen jedoch noch einige individuelle Anpassungen vorgenommen werden.

Mit drei Monaten wiegt ein Terrierwelpe 2 bis 3 kg, ein Welpe einer Riesenrasse dagegen bereits etwa 20 kg; zwischen den beiden Tieren besteht also auch ein offensichtlicher Unterschied in der Größe der Kiefer. Trockenfutter ist, wie später noch erläutert wird, ohne Frage die geeigneteste Nahrung für Welpen; mittelgroße Kroketten sind jedoch für den einen Welpen schwierig aufzunehmen, beim anderen dagegen führen sie leicht zum Verschlucken. Besser wäre es also, auf Futter mit Kroketten unterschiedlicher Größe für kleine, mittlere und große Rassen zurückzugreifen. Ein Welpe einer großen Rasse hat einen größeren Kalziumbedarf als ein Welpe einer kleinen Rasse. Ein Welpe von 20 kg frisst jedoch (gemessen am Energiegehalt) nur das 1,5 fache eines Welpen von 10 kg im selben Alter. Wenn sie das gleiche Futter bekommen, besteht für den ersten Welpen also die Gefahr eines Kalziummangels; der Kalziumgehalt muss in einem Futter für Welpen großer Rassen daher höher sein. Schließlich hängt es auch von der Rasse ab, wie lange ein Welpe Aufbaufutter bekommt: bei den kleinen Rassen sind es 8 bis 10 Monate, bei den mittelgroßen 10 bis 14 Monate, bei den großen schließlich 14 bis 20 Monate, 16 bis 24 Monate für Riesenrassen.

Hier die Tabellen der Wachstumskurve des Welpen:
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