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Zukunftsaussicht

Zukunftsaussicht

Beitragvon Shiva » Fr 6. Jun 2008, 11:38

Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts sagt aus, dass bei fehlender Bestätigung der Annahme der übermäßigen Beißhäufigkeit durch Listenhunde eine Änderung erfolgen muss.

* "Allerdings muss der Bundesgesetzgeber die weitere Entwicklung beobachten. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse über die Ursachen aggressiven Verhaltens von Hunden der verschiedenen Rassen und über das Zusammenwirken unterschiedlicher Ursachen sowie die tatsächlichen Annahmen des Gesetzgebers belassen noch erhebliche Unsicherheit. Es ist deshalb notwendig, die Gefährdungslage, die durch das Halten von Hunden entstehen kann, und die Ursachen dafür weiter im Blick zu behalten und insbesondere das Beißverhalten der von § 2 Abs. 1 Satz 1 HundVerbrEinfG erfassten Hunde künftig mehr noch als bisher zu überprüfen und zu bewerten. Wird dabei die prognostische Einschätzung der Gefährlichkeit dieser Hunde durch den Gesetzgeber nicht oder nicht in vollem Umfang bestätigt, wird er seine Regelung den neuen Erkenntnissen anpassen müssen."

Hierbei wird den Gesetzgebern freigestellt, diejenigen Hunderasse in die Liste mit aufzunehmen, die eine vergleichbare Beißhäufigkeit haben wie die bisher gelisteten Rassen oder die Rasseliste insgesamt abzuschaffen und andere Kriterien als die Rassezugehörigkeit (z. B. Wesenstest oder Halterqualifikation) zu verwenden. Die Zwischenauswertung legt nahe, dass eine Änderung erfolgen könnte. So müssten entsprechend dem Urteil des BVerfG entweder Rassen wie Münsterländer, Deutscher Schäferhund und Golden Retriever in die Liste aufgenommen werden oder Rassen wie Mastiff, Staffordshire Bullterrier und Bullterrier gestrichen werden, wenn sich die Zahlen von 2003-2004 bestätigen.
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