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Kastration

Kastration

Beitragvon Shiva » Do 17. Jul 2008, 07:39

[font=Tahoma]Hündinnen, die vor der ersten Läufigkeit kastriert wurden, haben einen ausgeprägteren Spieltrieb und sind unkomplizierter im Umgang mit Artgenossen. [/font]

[JUSTIFY][font=Tahoma]Operation
Unter Kastration versteht man die operative Entfernung der Eierstöcke, wobei die Gebärmutter teilweise oder vollständig mit entfernt wird. Durch diesen Eingriff ist die Hündin zeitlebens sexuell ruhig gestellt. Die Läufigkeiten mit all ihren Unannehmlichkeiten wie Attraktivität für Rüden und blutiger Scheidenausfluss fallen damit weg.
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[JUSTIFY][TABLE][TR][TD][JUSTIFY][font=Tahoma, Verdana]Gründe:
Aus Sicht der Hundebesitzer bestehen die Hauptgründe für die Kastration in der Verhinderung unerwünschter Trächtigkeiten und in der Erleichterung der Haltung. In manchen Fällen ist die Kastration aus medizinischen Gründen angezeigt. So z.B. wenn der Tierarzt Veränderungen an Gebärmutter und Eierstöcken oder Tumoren in der Scheide feststellt, bei Zuckerkrankheit (Diabetes) oder wenn die Scheidenschleimhaut vorgefallen ist.
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[/JUSTIFY][/TD][/TR][/TABLE][/JUSTIFY][JUSTIFY][font=Tahoma, Verdana]Zeitpunkt[/font][font=Tahoma, Verdana]
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[font=Tahoma, Verdana]Seit den 60er Jahren ist bekannt, dass durch die Kastration vor der ersten Läufigkeit das Risiko für die Entstehung von Tumoren, ausgehend von den Milchdrüsen, auf 0,5 Prozent gesenkt werden kann. Bei der Kastration nach der ersten Läufigkeit beträgt das Risiko bereits 8 Prozent. Von allen Hündinnen, die erst nach der zweiten Läufigkeit oder gar nicht kastriert werden, entwickelt jede vierte einen Mammatumor. Wenn mal also bedenkt, dass die Mammatumore so häufig vorkommen und rund die Hälfte davon bösartig sind, scheint es unsinnig, mit der Kastration bis nach der ersten Läufigkeit zu warten.[/font][/JUSTIFY]
[JUSTIFY][font=Tahoma, Verdana]Als Argument gegen eine Frühkastration wird immer wieder angeführt, dass die Skelettentwicklung der Hündin vorzeitig gestoppt wird. Wissenschaftliche Untersuchungen widerlegen jedoch diese verbreitete Fehlmeinung und bestätigen, dass frühkastrierte Hündinnen genau gleich groß werden wie ihre nicht kastrierten Wurfgeschwister.[/font][/JUSTIFY]
[JUSTIFY][font=Tahoma, Verdana]Auch die Vorstellung, dass frühkastrierte Hündinnen psychisch infantil bleiben, ist nicht korrekt. Zwar haben Hündinnen, die vor der ersten Läufigkeit kastriert wurden, einen ausgeprägteren Spieltrieb und sind unkomplizierter im Umgang mit Artgenossen. Von den meisten Hundebesitzern werden diese Eigenschaften jedoch positiv gewertet und sind durchaus erwünscht.[/font][/JUSTIFY]
[JUSTIFY][font=Tahoma, Verdana]Auf die Lernfähigkeit wirkt sich die Frühkastration nicht negativ aus. Werden jedoch große Anforderungen an den Hund gestellt, wie z.B. bei der Ausbildung zum Schutz-, Katastrophen- oder Blindenführhund, so empfehlen die entsprechenden Hundeausbilder eine Kastration erst nach der ersten Läufigkeit vorzunehmen.[/font][/JUSTIFY]
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[JUSTIFY][font=Tahoma, Verdana]Vorteile
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[font=Tahoma, Verdana]Durch die Kastration wird die Sexualfunktion irreversibel und zeitlebens ausgeschaltet. Damit fallen auch die hygienischen Unannehmlichkeiten im Zusammenhang mit dem blutigen Läufigkeitsausfluss weg.[/font]
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[JUSTIFY][font=Tahoma, Verdana]Der größte Vorteil der Kastration ist jedoch die Verhinderung von Mammatumoren, vorausgesetzt, die Hündin wird vor der ersten Läufigkeit kastriert. Wird bis nach der zweiten Läufigkeit mit der Operation gewartet, so ist das Risiko für Gesäugekrebs gleich groß wie bei einer sexuell intakten Hündin, nämlich 26 Prozent. Eine Kastration nach der zweiten Läufigkeit reduziert also das Risiko für Tumoren der Milchdrüse nicht mehr.[/font][/JUSTIFY]
[JUSTIFY][font=Tahoma, Verdana]Auf die normalen Hormonveränderungen nach der Läufigkeit reagieren einige Hündinnen mit psychischen Störungen, eventuell auch mit Gesäugeanbildung, der so genannten Scheinträchtigkeit. Dieses für Hund und Besitzer gleichermaßen unangenehme Verhalten verschwindet mit der Kastration vollständig.[/font][/JUSTIFY]
[JUSTIFY][font=Tahoma, Verdana]Durch die Kastration können außerdem Erkrankungen von Eierstöcken und Gebärmutter, vor allem die häufig vorkommende Gebärmuttervereiterung, verhindert werden.[/font][/JUSTIFY]
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[JUSTIFY][font=Tahoma, Verdana]Nachteile
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[font=Tahoma, Verdana]Die Harninkontinenz, auch Harnträufeln genannt, ist eine der wichtigsten und unangenehmsten Folgeerscheinungen der Kastration bei der Hündin. Man versteht darunter den ungewollten, unkontrollierbaren Abgang von Urin, vor allem wenn die Hündin schläft. Weil bei der Kastration die Eierstöcke entfernt werden, fehlen also die Geschlechtshormone, welche u.a. für den Verschluss der Harnröhre nötig sind. Der Verschlussmechanismus der Harnröhre ist nach der Kastration geschwächt, was schließlich zu Harnträufeln führen kann. Hündinnen mit einem Körpergewicht von mehr als 20 Kilogramm sind mit 31 Prozent relativ häufig davon betroffen. Bei Hündinnen, die leichter als 20 Kilogramm sind, tritt die Harninkontinenz nur bei knapp 10 Prozent auf. Ein besonders hohes Risiko ist bei den Boxern, Rottweilern, Dobermännern, Pinschern und Riesenschnauzern nachgewiesen. So werden z.B. 65 Prozent aller kastrierten Boxerhündinnen inkontinent. Betroffene Hündinnen sprechen in der Regel gut auf Medikamente an, müssen jedoch zeitlebens behandelt werden.[/font]
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[JUSTIFY][font=Tahoma, Verdana]Bei langhaarigen Hunden mit glänzendem Deckhaar, z.B. bei Spaniels, Langhaardackeln und Irish Settern, kann es nach der Kastration zu einem übermäßigen Wachstum des Wollhaares kommen; sie entwickeln ein stumpfes "Babyfell". Diese Fellveränderung lässt sich durch Behandlung mit Hormontabletten zwar verbessern, sie lässt sich jedoch nicht vollständig beheben. Die Erfahrungen einer langjährigen Inhaberin eines Hundesalons zeigen, dass das Babyfell bei frühkastrierten Hündinnen weniger häufig beobachtet wird. Wesentlich seltener kommt es nach der Kastration zu haarlosen Stellen in der Flankenregion, was bei kurzhaarigen Hunden sehr gut sichtbar und störend ist. Viele Hündinnen haben nach der Kastration, durch den Wegfall der Geschlechtshormone, einen größeren Appetit. Wenn sie uneingeschränkt weitergefüttert werden, kommt es zu Fettleibigkeit und in der Folge zu einer reduzierten Bewegungsfreudigkeit. Abhilfe verschafft eine konsequent restriktive Fütterung und ausreichend Bewegung. Nachteilig auswirken kann sich die Kastration bei aggressiv dominanten Hündinnen, weil dieses Fehlverhalten nach der Operation unter Umständen noch verstärkt wird.[/font][/JUSTIFY]
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Beitragvon Dog Man-666 » Do 17. Jul 2008, 10:40

bei den mädels eine kastration nur dan wen es gesundheitilch probleme gibt sonst nicht.der erste satz am anfang deines schreibens hat mich laut lachen lassen :razz:
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Beitragvon Shiva » Do 17. Jul 2008, 13:24

Also das seh ich ein wenig anders. Ich finde die Kastration bei Hündinen schon richtig.
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Beitragvon Dog Man-666 » Fr 18. Jul 2008, 18:38

ich habe zwei mädels die kastriert sind,und ich kann dir den grassen unterschied mit sicherheit belegen.
Dog Man-666
 

Beitragvon Duke » Sa 19. Jul 2008, 05:39

Ich schließ mich zum Teil Rash an, bis zu einem bestimmten Alter ca. 6-7 Jahre,sollte
man nicht kastrieren, wenn es nicht die Gesundheit beeinträchtigt.

Der blödeste Grund für eine Kastration ist eine unerwünschte Trächtigkeit,
da hat verdammt noch mal der Halter aufzupassen.

Nur weil man selber unfähig oder faul ist schnippelt man am Hund herum -
dann sollte man sich erst keinen Hund anschafften.

Davon hab ich ja noch nie was gehört:
Mammatumore
Ich kenne schon einige Züchter und auch so viele Leute,wenn das tatsächlich jede
vierte Hündin betreffen würde hätte es eine davon bestimmtgehabt.
Ich frag aber am Monatag noch mal meinen TA.
Für TH-Hunde find ich es sinnvoll, aber aus mehrenGründen.
Im TH sitzen viele Hündinnen und wenn die heiß werden unddort unkastrierte Rüden wären - oh mein Gott.
Da die TH-Leute nicht für alle die Hand ins Feuer legenkönnen (mein jetzt die neuen Halter), das die keine Welpen machen
ist es hier auch eine sinnvolle Absicherung.
Zum ersten Satz: ich habe keine Lust meine Hündin in ihrerEntwicklung zu bremsen und sie auf einer Stelle stehen zu lassen. Undverspielter würd ich nicht sagen - eher zurückgeblieben
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Duke
 

Beitragvon Dog Man-666 » Sa 19. Jul 2008, 14:04

@-duke,dog man 666 = rash :mrgreen: warst im falschem forum :grin: :grin: :grin:
Dog Man-666
 

Beitragvon Duke » Sa 19. Jul 2008, 14:11

Dog Man-666 hat geschrieben:@-duke,dog man 666 = rash :mrgreen: warst im falschem forum :grin: :grin: :grin:
sorry Bild
Duke
 


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