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Die Paarung

Die Paarung

Beitragvon Shiva » So 13. Jul 2008, 17:59

Nach der Auswahl der Zuchttiere und der Berechnung des Ovulationszeitpunktes wird die Hündin dem Zuchtrüden für den Deckakt vorgestellt. Aus hygienischen Gründen ist es ratsam, die Tiere vorher auf Verletzungen an den Genitalien zu überprüfen, um eine Ansteckung mit sexuell übertragbaren Krankheiten zu vermeiden (vor allem durch das canine Herpesvirus). Eine gute Präventivhygiene (regelmäßige Säuberung des Präputiums, Sauberhalten der Böden) und regelmäßige serologische und mikroskopische Untersuchungen ersparen den Einsatz antiseptischer Mittel in letzter Minute, die häufig eine spermizide Wirkung haben und für manchen Misserfolg bei der Befruchtung verantwortlich zu machen sind. Bei den langhaarigen Rassen erleichtert das Glätten, Abteilen oder Scheren der Haare um die Vulva herum den Deckakt. Die Paarung beginnt mit einem kurzen Vorspiel und einer Phase des Beschnupperns; dadurch steigt die Erregung der Tiere. Dank des Penisknochens und des Blutanstroms im Schwellkörper des Penis erigiert dieser und kann eingeführt werden.

Bei der Hündin löst das Kontraktionen der Vagina aus, die ihrerseits den Aufstieg der Samenzellen, die Aufrechterhaltung der Erektion und das „Hängen" des Rüden während der Ejakulation begünstigt. Diese Phase sollte mindestens fünf Minuten dauern, kann aber auch eine halbe Stunde und länger anhalten. In den meisten Fällen kommen die Tiere sehr gut allein zurecht und sollten nicht unnötig durch Menschen gestört zu werden. Auch ein Deckakt ohne Hängen kann zur Befruchtung führen, die Wurfgröße ist jedoch im Allgemeinen geringer. Trotz der Fortschritte im Bereich der Ovulationsbestimmung ist es sicherer, den Deckakt 48 Stunden später noch einmal wiederholen zu lassen. Mehr als zwei Paarungen sind jedoch nicht nötig, wenn der Zyklus der Hündin genau verfolgt wurde. Wegen der Gefahr einer Befruchtung durch mehrere Rüden wird empfohlen, die Hündin von anderen Rüden fernzuhalten, bis die Anzeichen für den Östrus komplett verschwunden sind. Einige Besitzer lassen ihre Zuchthündin für einige Tage beim Rüden, nachdem sie einen Deckvertrag unterschrieben haben. Dieser kann in Anlehnung an das internationale Zuchtreglement aufgesetzt werden, das im Juni 1979 von der FCI angenommen wurde (es löste das Zuchtreglement von Monaco ab). Ein Mietvertrag dagegen regelt die Bedingungen, zu denen ein Züchter seine Zuchthündin einem Dritten überlässt, der die Welpen behält. Wenn sich aus verschiedenen Gründen die natürliche Paarung zwischen zwei ausgewählten Zuchttieren als unmöglich erweist, kann auf künstliche Besamung zurückgegriffen werden.
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