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Klein, mittel, groß oder riesenrassen

Klein, mittel, groß oder riesenrassen

Beitragvon Shiva » Mo 14. Jul 2008, 22:01

Das Wachstum eines Welpen verläuft nicht linear als Funktion der Zeit – mit anderen Worten, die tägliche Gewichtszunahme wird mit der Zeit immer größer. So nimmt der Welpe nach der Geburt täglich immer mehr an Gewicht zu, bis die Zunahme einen bestimmten Punkt erreicht, an dem sie für eine gewisse Zeit stabil bleibt, um dann wieder in dem Maße zurückzugehen, in dem der Hund sich dem Erwachsenenalter und -gewicht nähert. Auf streng mathematischer Ebene entspricht die Entwicklung dieser Wachstumsgeschwindigkeit (man spricht von der Tageszunahme) der Ableitung der sigmoidalen Funktion der Wachstumskurve (Entwicklung des Gewichts als Funktion der Zeit).

Ein Vergleich solcher Referenzkurven für verschiedene Rassen macht deutlich, dass kleine Rassen eine geringere Wachstumsgeschwindigkeit verbunden mit sehr früher Reifung aufweisen und zum Zeitpunkt der Geburt wie auch nach der Entwöhnung im Verhältnis zum späteren Erwachsenengewicht relativ schwer sind. Mit anderen Worten lässt sich diese Feststellung so ausdrücken: Ein Welpe einer kleinen Rasse wird „reifer" geboren als ein Welpe einer mittelgroßen Rasse, noch eher gilt die Behauptung im Vergleich zu großen Rassen. Große Rassen haben dagegen ein relativ geringes Geburtsgewicht und zeigen große Wachstumsreserven über einen langen Zeitraum.

Es ist wichtig, diese Unterschiede in der Reife und im biologischen Wachstumsmuster zu begreifen, da sie vor allem erklären, wieso die Ernährung des Hundes nicht nur an sein Alter, sondern auch an sein Format angepasst werden muss.

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An den folgenden konkreten Beispielen werden die von Geburt an sichtbaren Unterschiede noch deutlicher: Eine Pudelhündin wirft beispielsweise drei Welpen von je 150 bis 200 Gramm, während das Geburtsgewicht beim Neufundländer (acht bis zehn Welpen pro Wurf) zwischen 600 und 700 Gramm liegt. Auch wenn ein erwachsenes Tier einer Riesenrasse 25-mal so viel wiegt wie ein Hund einer kleinen Rasse, beträgt das Verhältnis beim Geburtsgewicht also nur 1 zu 6. Bis zum Erreichen des Erwachsenengewichts müssen die verschiedenen Rassen also ganz unterschiedliche Wege zurücklegen, wobei die Größe und die Dauer des Wachstums proportional zum endgültigen Gewicht des Hundes ist:

- Die Hälfte des Erwachsenengewichts erreicht ein kleiner Hund mit etwa 3 Monaten, ein großer Hund jedoch erst mit 5 bis 6 Monaten;

-ein Pudel hat mit etwa 8 Monaten bereits sein Erwachsenengewicht; er wiegt dann ungefähr zwanzigmal so viel wie bei seiner Geburt. Ein Neufundländer dagegen wächst noch bis zum Alter von 18 bis 24 Monaten weiter, bis er sein Geburtsgewicht in etwa verhundertfacht hat.

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Beitragvon mutti2002 » Mo 14. Jul 2008, 22:09

Puh vil impot.Aber sehr interesant. Wenn ich darüber mal nachgedacht hätte hätte ich ehr umgekert gedach. Finde es echt interesant mal so den vergleich zwischen groß und klein zu sehn
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mutti2002
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